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Das ist doch gelacht

Das ist doch gelacht

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Ein Beitrag von Madhura Judex, judex HR management AG,  www.judex.com

Wenn die Kellnerin die Kundschaft kurz an der Schulter berührt, fällt das Trinkgeld höher aus, lernen wir von Rebecca Böhme (Human Touch, 2019). Eine kurze Berührung löst Wärme und positive Gedanken aus, macht uns empathischer, stressresistenter und stärkt unsere soziale Bindung. Heute halten wir uns in der Arbeitswelt mit Berührungen zurück. Unschlüssig beobachten wir das südländische Team, welches sich mit Schulterklopfen und gar Umarmungen begrüsst. Wir suchen noch den Umgang mit dem US-amerikanischem Team, welches den menschlichen Kontakt mit Wortgewandtheit und stimmlichen Schwingungen politisch korrekt und gekonnt umschifft.

Mit der zunehmenden Anrüchigkeit, die über der freundschaftlich gemeinten Berührung schwebt, wird es in unserer hiesigen Arbeitswelt wohl kühler und dank unserem erstarkten Klimagewissen werden wir die Heizung nicht aufdrehen. Auch die Herzlichkeit ist kein simples Konstrukt mehr. Sie geht mit Körperlichkeit einher, lernen wir weiter von Rebecca Böhme. Wir sollten vielleicht das Wort herzlich aus dem Arbeitszeugnis verbannen, uncodiert hin oder her.

Was bleibt? Ja richtig: Lachen.

Lachen ist nicht das gleiche wie Humor. Humor ist eine intellektuelle Entwicklung, bei der Inkongruenz zwischen Wirklichkeit und Fantasie erkannt und spielerisch eingesetzt wird. Beim Lachen hingegen nehmen wir drei- bis viermal mehr Sauerstoff zu uns, der Kreislauf wird angeregt und unser Immunsystem gestärkt. Nach der Anspannung von 300 Muskeln folgt die grosse Entspannung, Stresshormone werden abgebaut, dem Burnout wird entgegengewirkt. Lachen ist ansteckend und löst stärkere Hirnaktivitäten aus als negative Angstgeräusche.

Da haben wir es: Lachen ist äusserst körperlich. Wenn wir lächeln, lächelt der andere automatisch zurück. Lachen verbindet und kann inzwischen in vielen Lachclubs oder beim Lachyoga erlernt werden. Hihi, hoho tönt es dann nach anfänglichem Grinsen kräftig im Chor, um das Lachen zu animieren und – sich wohl an die eigenen Geräusche zu gewöhnen.

Nach Dr. Madan Kataria, der die Lachyoga Bewegung 1995 in einem Park in Mumbai begründet hat, spielt es keine Rolle, ob man das Lachen nur vortäuscht. Der Körper schüttet in jedem Fall die Glückshormone aus. Fake it until you make it. Unsere Lachexperten sind sich einig: Klemm für 10 Minuten ein Bleistift zwischen die Lippen. Die Mundwinkel werden hochgezogen und die Glückshormone purzeln nur so raus.

Mitarbeitende, die viel lachen und lächeln, haben eine vertrautere, soziale Bindung und beeinflussen das Arbeitsklima positiv. Wir können uns die Wirkung vorstellen: konstruktivere Zusammenarbeit, höhere Wertschätzung, mehr Freude und Energie sowie höhere Resilienz.

Auch wenn die meisten von uns wohl weiterhin keine Lachseminare anbieten, etwas häufiger zu lachen als durschnittlich 15 mal am Tag, ist ein guter Anfang. Und wenn Lachen verbindet, darf es vielleicht auch mal eine freundschaftliche Berührung sein ohne falsch verstanden zu werden.

Bildquelle: Pexels.com


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