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Erfolgreich virtuell Führen

Erfolgreich virtuell Führen

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Ein Beitrag von Irene Hotz Glanzmann, intercultures swiss gmbh, www.intercultures.ch

Welche Veränderungen in der Zusammenarbeit hat Covid-19 ausgelöst?

Inzwischen haben wir wohl alle unsere Erfahrungen mit Themen der virtuellen Zusammenarbeit gemacht, die bisher meist nach dem Prinzip «irgendwie wird es schon gehen» behandelt wurden. Es bestehen verschiedene Herausforderungen im Umgang mit Web-Meetings oder Telefon Konferenzen, E-Mail oder Instant Messaging. Beispielsweise gibt es oft nur eine Stimme, aber kein Bild der Person, mit der wir zu tun haben. Wir vermissen die persönliche Interaktion im Team und mit Kunden. Die Motivation der Mitarbeitenden über Distanz hoch zu halten, ist eine anspruchsvolle Führungsaufgabe. Aufgrund des rein virtuellen Kontakts entstehen Kommunikationslücken oder Missverständnisse, manchmal auch das Gefühl einer vagen Unverbindlichkeit. Wie können wir auf virtuelle Art die Motivation hochhalten und ein Teamgefühl erzeugen? Welches sind die Erfolgsfaktoren virtueller Zusammenarbeit, abgesehen von einer funktionierenden Technik?

Ein Erfolgsfaktor besteht darin, die geographische und gefühlte Distanz in «virtuelle Nähe» umzuwandeln. Virtuelle Nähe ist die wahrgenommene Nähe zu einer Person, einem Team, einem Projekt oder einer Organisation. In welchen Situationen spüren wir das Gefühl von (virtueller) Nähe besonders stark? Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn wir auf einer sozialen Ebene abgeholt werden, sei es über ein persönliches Thema wie das vergangene Wochenende, die Familie oder ein Fussballspiel. Wenn wir als Führungspersonen genug Zeit in Kommunikation jeder Art investieren, haben wir grosse Chancen, dass das Team gern und gut zusammenarbeitet und das Projekt erfolgreich wird. Über das persönliche Engagement aller Beteiligten bauen wir eine soziale Präsenz im Team auf und damit ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Durch diese virtuelle Nähe entsteht ein WIR-Gefühl trotz geographischer Trennung.

Ein weiterer Schlüsselfaktor liegt im Bereich Kommunikation, im steten Austausch, und dies kann wohl nicht genug wiederholt werden. Doch welche Art von Kommunikation und welches Medium zu welchem Zweck eingesetzt wird, hat u.a. mit unserer Medienkompetenz zu tun. Einen Konflikt zu lösen verlangt ein anderes Medium wie das Team über den Projektstand zu informieren. Wann passt jeweils Zoom, eine E-Mail, WhatsApp oder eine Video Konferenz am besten?

Noch komplexer wird die Herausforderung, wenn wir in kulturell gemischten Teams zusammenarbeiten. Hier begegnet uns die ganze Vielfalt an Menschen mit unterschiedlichen Haltungen und Erwartungen bezüglich Führung, Kommunikation oder Arbeitsstilen.

Damit wir als Führungspersonen auch virtuell erfolgreich unterwegs sind, müssen wir uns bewusst mit den Veränderungen auseinandersetzen. Die Medienkompetenz im Team, unsere Online Führungsidentität, unser Kommunikations- und Arbeitsstil sind nur einige der Themen, die wir nach einem Jahr Covid-19 professionell angehen sollten. Denn die Veränderungen werden bleiben. Aber denken Sie nicht auch, dass wir eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team über kompetente virtuelle Führung erreichen können?

Bildquelle: Getty Images


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